DIY Quadrocopter – Part2 – Ausleger/Arme erstellen

Benötigt werden:

– 1m 10x10mm Aluvierkantstab.
– Flachstahl 10x3mm in Armlänge
– 3mm und 7,5mm Stahlbohrer
– Stahlsäge
– wer möchte Oracover Folie zum verschönern der Ausleger.

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Ich beginne das Aluprofil auf die Länge von 247mm zu Sägen. Es geht natürlich auch 250mm, doch bei meinem Maß bekomme ich 4 Stück aus einer 1m Stange.
Zusätzlich empfehle ich jeden sich noch eine Bohrschablone für die nächsten Arme mit anzufertigen. Hier nehme ich Flachstahl 10×3 mm.

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Das kleine Reststück ist zu verkraften.

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Natürlich nach allen Arbeiten immer ordenlich entgraten. Scharfe Kanten können böse Wunden verursachen.

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Hier mal eine kleine Skizze der Bohrschablone.

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Als erstes die 3 Bohrungen auf der Innenseite mit einem 3mm Bohrer. Ich unterfüttere beim Bohren immer mit einem alten Arm. Das ergibt schönere Bohrungen.

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Das Ergebnis der 4 Arme.

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Um die andere Seite exakt zu bohren stecke ich immer eine Schraube in den Ausleger.

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Ergebnis der Motorenseite.

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Das 7,5mm Loch bohre ich ohne vorbohren in einem Gang von der Oberseite. Hier wieder die Schraube als Hilfe.

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Oberseite fertig.

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Auf der Unterseite die verbleibenden 2 Bohrungen mit dem 7,5mm Bohrer aufbohren.

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Geschafft! Die Aluarme wären jetzt fertig zum Verbauen.

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Wer möchte kann nun seine Ausleger noch lackieren (hält aber nicht so gut) oder wie ich es mache mit Oracover Folie überziehen.

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Nach dem Folieren sieht das dann so aus. Nun noch die Löcher mit dem Lötkolben wieder freilegen und fertig.

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Die Farben sind natürlich frei wählbar. Das Gelb kann ich in der Luft aber relativ gut erkennen.

Fehler oder Verbesserungen bitte im Kommentar hinterlassen.

DIY Quadrocopter – Part1 – Einkaufsliste

In diesem Baubericht möchte ich einen Quadrocopter mit ca. 50 cm Motorabstand über die Querdiagonale beschreiben. Dieses Modell ist optimal um das Fliegen zu lernen, leicht zu reparieren und kann auch als Kameraträger für eine leichte Cam genutzt werden.

Die Anleitung soll so einfach wie möglich sein, deshalb stelle ich hier eine Excel Tabelle mit den benötigten Teilen für dieses Projekt zur Verfügung. Nartürlich alles ohne Gewähr.

Als Steuerung nehme ich das Multiwii and Megapirate AIO Flight Controller w/FTDI (ATmega 2560) V2.0 von HobbyKing. Es hat einen ATmega 2560 und sämtliche Sensoren an Board. http://www.hobbyking.com/hobbyking/s…2560_V2_0.html. Das Board ist neben dem internationalen Warehouse ( Lieferzeit ca. 1 Monat) auch manchmal im Europa Warehouse ( Lieferzeit nur ca. 5 Tage) vorhanden.

Motoren nehme ich auch die von HK mit einer Drehzahl von 1000KV und 250 Watt. Sie sind wirklich sehr günstig und für die ersten Erfahrungen echt super.
http://www.hobbyking.com/hobbyking/s…00kv_250w.html . Ich habe von den Motoren bestimmt schon 30 verbaut: Alle funktionieren noch, laufen alle perfekt rund und vibrieren nicht. Für einen Anfänger sind China-Motoren auf alle Fälle ausreichend, da sie teilweise annähernd die selbe Qualität haben wie europäische und viel weniger kosten.

Bei den Reglern kaufe ich auch immer die gleichen. Für die o.a. Motoren reichen 20A Regler. Die im Link angegebenen Regler haben den Vorteil, das Sie sich mit einer andren Software flashen lassen, wodurch ein viel besseres Flugverhalten möglich ist.
http://www.hobbyking.com/hobbyking/s…C_3A_UBEC.html
Vorteil bei diesem ESC: Er kann auch mit 4S arbeiten (das heißt, man kann später ohne Schwierigkeiten/Hardwareumbau auf einen 4S Akku wechseln, da auch der Motor 4S unterstützt). Mittlerweile gibt es auf dem Markt aber viele Regler die schon eine spezielle Coptersoftware haben, oder auf denen bereits die SimonK Software geflasht wurde. Wer sich nur einen Copter bauen will, der sollte gleich auf die fertigen einsteigen und sich das Flashequipment sparen.

Passend zum Motor müssen die Propeller gewählt werden. Jeder Motor hat eine KV Angabe. Der oben gewählte hat z.B.: 1000kv. Dieser Wert ist für die Wahl der Props wichtig: grundsätzlich gilt: je kleiner der KV Wert, desto größer werden die Props.
Für 1000KV sind 8-9 Zoll (=8-9“) Props eine gute Wahl.
Für den Anfang reichen die günstigsten Plastikpropeller. Wichtig: es müssen Props für beide Drehrichtungen (Im/gegen den Uhrzeigersinn) bestellt werden. Am besten man bestellt sich gleich ein paar Zusatzpaare, da am Anfang mit Sicherheit einige Props zu Bruch gehen. Der für dieses Setup benutzte Prop hat diese Bezeichnung: 8×4,5 (auch 8045). Das bedeutet, er hat einen Durchmesser von 8 Zoll und eine Steigung von 4.5 Zoll, d.h. er würde bei einer Drehung in einem festen Material eine Strecke von 4,5 Zoll zurücklegen.http://www.hobbyking.com/hobbyking/s…on_Green_.html
Die Farbe ist an sich egal, jedoch solle man Props mit zwei unterschiedlichen Farben kaufen, sodass man die Flugrichtung des Copters kennzeichnen kann (z.B. die vorderen beiden Props Grün, die hinteren beiden Rot)

Als Antriebsakku nehme ich einen 3S Akku mit einer Kapazität von 2200mAh und 35C Dauerentladestrom: Max. Strom = 2,2A*35 = 77A, für diesen Copter ausreichend (Akkugewicht: 200g). Link: http://www.hobbyking.com/hobbyking/s…Lipo_Pack.html

Jetzt fehlt nur noch der Rahmen und div. Kleinteile. Die ich aber genauer in der Anleitung bzw. in der Tabelle aufgeführt habe.

Sender, Empfänger, und Ladegräte beschreibe ich hier bislang noch nicht extra.

Der Copter mit Bauteilen aus China und Europa (Lieferzeit von 1. Monat einrechnen) dafür aber günstig. Ungefähr 140 Euro plus Versand und Zoll. Lipo und Empfänger natürlich auch zusätzlich.

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Multicopter mit Bauteilen aus Europa

Es ist natürlich auch möglich den gesamten Multicopter mit Bauteilen aus Europa zu bauen. Dies hat den Vorteil dass man nicht 4 Wochen auf die Bauteile warten muß und keine Zollgebühren anfallen. Ein weiterer Vorteil ist, dass man im Falle eines defekts den Händler einfach anschreiben kann, um das Bauteil auszutauschen, was man bei China-Händler nicht immer kann.

In der Excel Tabelle einfach die EU Teile auswählen

Damit wären alle wichtigen Bauteile genannt, um den o.a. Quadrocopter zu bauen. Werkzeuge und Lötkolben werden ebenfalls benötigt.

Solltet Ihr Fehler finden oder Verbesserungen haben, schreibt es einfach in den Kommentar.

Quadrocopter

Oft werde ich auf dem Flugplatz oder in der Halle gefragt: Ist der gekauft, oder selbst gebaut? Was kostet denn so ein Quadrocopter und ist es schwer einen selber zu bauen? Die gleichen Fragen habe ich mir Ende 2012 auch gestellt und ehrlich gesagt, kaufen kam für mich nicht in Frage den die Preise liegen da so bei 500 Euro aufwärts für etwas vernünftiges. Also war DIY gefragt und es heißt ja schließlich auch Modellbau.
Ich habe dann erstmal tagelang nach brauchbaren Seiten im Netz geforscht und viel gelesen. Beim Selberbauen gibt es keine ‚Eierlegende Wollmilchsau‘ die alles kann und ein Quadrocopter ist nicht wie der andere. Alles kleine Unikate.
Es gibt aber mittlerweile tolle Seiten im Netz die einem das Selberbauen toll erklären und viele Shops springen auch auf den Zug mit auf und verkaufen benötigte Teile. Besser sind noch kleine Shops oder Quadrocopter-Profis die selber Teile verkaufen, denn nicht jeder hat eine CNC-Fräse zu Hause stehen.

Ja was braucht man denn nun alles um so ein ‚Ding‘ zu bauen? – Nicht viel:
tobuy_liste_wiicopter_14_10_2013 (habe hier mal eine Excel Datei wo die Daten eingefügt sind)

  1. Die Steuerung (sitzt in der Mitte mit allen benötigten Sensoren und USB Anschluss) kostet in meinem Fall ca. 40 Euro.
  2. Die Befestigungsplatte für die Arme und die Steuerung (Centerplate) oben und unten kosten ca. 14 Euro zusammen.
  3. die vier Arme aus 10x10mm oder 15x15mm Alu habe ich aus dem Baumarkt – selbst zugeschnitten und gebohrt. Habe 25cm Länge genommen, da brauche ich für einen Quadrocopter nur 1x1m Stab. für ca. 5 Euro gesamt pro Quadrocopter. Ich nehme immer die 10×10 – die sind völlig ausreichend.
  4. dann 4 Regler (ich habe 20A Regler vom deutschen Chinamann – hier sollte genau dieser Regler genommen werden, da er sich mit einer anderen Firmware flashen läßt und dadurch wesentlich besser fliegt) kosten zusammen ca. 30 Euro
  5. natürlich 4 Motoren (8 – 10″) oder diese Motoren (9-10″)  (nach oben keine Grenzen) aber ich habe die günstigen vom Chinaman aus dem EU warehouse genommen. Kosten gerade mal ca. 32 Euro zusammen. Bei seltenen Motoren am besten gleich einen auf Reserve mitbestellen.
  6. Kleinkram wie Schrauben, Kabelbinder, 1x Steckleiste usw. ca. 10 Euro
  7. Wer einen normalen 6 Kanal Empfänger anschließt benötigt noch ein paar Kabel für insgesamt ca. 4 Euro.
  8. Propeller natürlich auch 2x links und 2x rechts (habe 8×4,7) ca. 4 Euro
  9. und natürlich einen für Euch passenden Empfänger plus 3s Lipo (benutze den 2200er)

Rechne ich das jetzt zusammen komme ich auf ca. 140 Euro, ohne Empfänger und Lipo. Wichtig ist natürlich zu erwähnen, das ich keinerlei Vorteile habe wenn ihr da irgendwo etwas bestellt. Habe nur versucht so wenig wie möglich verschiedene Shops herauszusuchen. Man könnte natürlich auch einen Rolls Royce bauen, aber mir reicht meiner so wie er ist.
Das Bauen selbst ist relativ schnell gemacht und ich würde mal sagen mit anschließender Programmierung an einem Samstag zu schaffen. Geht natürlich auch an einem anderen Tag. Allerdings braucht man für die anschließende Programmierung einen PC mit USB Anschluß – hat aber bestimmt jeder der das hier liest.

Dann heißt es fliegen und einstellen. Für mich als Anfänger haben die Standardwerte der Programmierung bis heute immer noch gereicht. Natürlich ging auch schon einiges schief, meißtens sind es aber nur verbogene Arme die schnell ersetzt sind bzw. neu hergestellt werden können.

Fazit: Mörderspaß!! Und ich bin ja noch ein Anfänger was das betrifft.
Wessen Interesse ich hiermit wecken konnte, der kann sich gerne an mich wenden. Sicherlich kann ich beim Bauen hilfreich sein und Tips geben. Wer sehen will was damit wirklich möglich ist, der sucht mal im Internet nach * Warthox *, meiner Meinung nach der beste Quadrocopterflieger.

Gruß Peik